Einem ehemaligen Mitarbeiter drohen 10 Jahre Haft und 250.000 Euro Geldstrafe wegen Wirtschaftsspionage

Xiaolang Zhang, ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter, der am Elektroauto des Unternehmens gearbeitet hat, bekannte sich am Montag, dem 22. August, der Industriespionage schuldig. Letzterer stahl mehrere vertrauliche Dokumente, um sie einem chinesischen Konkurrenten zu übergeben. Nun drohen ihm bis zu 10 Jahre Haft und 250.000 Euro Geldstrafe.

Credits: Apfel

Das Apple Car ist heute das am schlechtesten gehütete Geheimnis von Pulcinella in der Branche. Auch wenn das Unternehmen aus Cupertino die Existenz seines ersten zu 100 % autonomen Elektroautos noch nicht offiziell bestätigt hat, lassen die zahlreichen diesbezüglichen Berichte und Leaks wenig Raum für Zweifel. Während einige Mitarbeiter diese vertraulichen Informationen direkt an undichte Stellen weitergeben, versuchen andere stattdessen, sie an Wettbewerber weiterzuverkaufen.

Das ist wahrscheinlich der Plan von Xiaolang Zhang, bevor er festgenommen wurde. 2018 nahm der ehemalige Google-Mitarbeiter Elternzeit, die er nutzte, um nach China zu reisen. Nach seiner Rückkehr wird der bereits gegen ihn bestehende Verdacht durch seine plötzliche Entscheidung zum Rücktritt noch verstärkt. Anschließend erklärte er seinen Vorgesetzten, dass er beabsichtigte, für Xmotors, einen großen chinesischen Elektroautohersteller, zu arbeiten.

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Er wird festgenommen, bevor er vertrauliche Dokumente von Apple an die Konkurrenz weitergibt

Apple beschließt, Nachforschungen anzustellen, und entdeckt dann, dass Xiaolang Zhang seinen privilegierten Zugang zur Projektdatenbank ausgenutzt hat, um ein 25-seitiges Dokument herunterzuladen, das die internen Schaltpläne des Apple-Autos detailliert beschreibt. Überwachungskameras filmten ihn auch beim Abrufen eines Hardware-Prototyps und eines Linux-Servers. Xiaolang Zhang wurde im Juli 2018 von der Polizei am Flughafen San José festgenommen, als er nach China flog.

An diesem Montag, dem 22. August, bekannte sich der ehemalige Apple-Mitarbeiter vor Gericht in San José der Wirtschaftsspionage schuldig. Nun riskiert er eine zehnjährige Haftstrafe und eine Geldstrafe von rund 250.000 Euro. Das Urteil der Justiz wird im kommenden November verkündet. Gegebenenfalls neuer Beweis dafür, dass Apple vertrauliche Informationslecks nicht auf die leichte Schulter nimmt.

Quelle: CNBC

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